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KÜNSTLER:INNEN

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Sven Windszus



Sven Windszus ist ein in Berlin lebender Digital-, Mixed Media-, und Installations-Künstler, der es „liebt, Dinge in Bewegung zu bringen“, so sagt er selbst. Mit seinen Installationen lässt er die ZuschauerInnen Teil seiner Werke werden, in dem er sie durch provokante Call-To-Actions zur Interaktion mit den individuellen Welten auffordert, die er in seinen Arbeiten entstehen lässt. Er beteiligt sich regelmäßig an Ausstellungen und ihm wurden verschiedene Kunstpreise für seine Arbeiten verliehen.



„Lebensraum“ (living space) | 2000
Problematik: Wir wachsen – mit jeder Minute die vergeht sind wir 150 mehr auf unserem Planeten. Vor 100 Jahren waren wir 2 Milliarden und wenn die Prognosen stimmen werden wir im Jahr 2050 fast 10 Milliarden sein. Wir verbrauchen und vernichten Ressourcen die endlich sind. Die Auswirkungen dieses Handelns bekommen viele von uns schon jetzt zu spüren: Hitze, Dürren, Überschwemmungen und der Anstieg des Meeresspiegels. Die Ursachen dieser Entwicklung sind vielschichtig, die Folgen der Zerstörung ebenso. Weltweit wird an Lösungen gearbeitet, eine radikale Umkehr bekannter Verhaltensmuster werden notwendig sein.
Jeder Teilnehmer nimmt dabei unbewußt die Rolle der gesamten Menschheit ein, er steht als Individuum für das Kollektiv. Er kann durch sein Handeln bestimmen wieviel Wachstum für unseren Planeten gut ist.

Interaktive 4K Video Installation, Waffenkiste, Elektronik, Stahl, Holz, Metall, Plastik, Luftgebläse, Beton // 70.5 × 123 × 13 cm // BBA Gallery

„24/7“ | 2022
Eine Blutlache sickert durch die Ecken eines sterilen Waffenkoffers. Arbeiter beeilen sich, die Spuren des Schlachtens zu beseitigen, doch der Kreislauf zwischen Blutvergießen und Säuberung setzt sich fort. Aus der Vogelperspektive von oben fällt uns die unerwartet in den Boden des Waffenkoffers eingebettete digitale Animation auf. Die schrecklichen Nachwirkungen des Krieges werden wiederholt in einer winzigen Welt gezeigt, die von unserer Einmischung getrennt ist. Windszus, der vor der russischen Invasion in der Ukraine entstanden ist, diskutiert die totalisierenden Auswirkungen des Krieges.

4K Video Installation, Waffenkiste, Elektronik, Stahl, Holz, Metall, Plastik
80 × 99 × 65 cm // BBA Gallery

www.svenwindszus.com

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Frank Tangermann

Frank Tangermann ist seit 2001 als freischaffender Künstler tätig. 2009 erhielt er ein Künstlerstipendium beim Kunstverein Röderhof und ist seit 2011 artist in residence in der Spinnerei Leipzig. Tangermann wurde 2017 Mitglied der Künstlergruppe KINGKONKRET, 2020 erhielt er ein Arbeitsstipendium des Landes Sachsen.

BISHERIGE ARBEITEN/AUSSTELLUNGEN
2020 Kunstverein Wiligrad / Kunstverein Rastatt / Kunstraum Pillnitz, KINGKONKRET | 2019 Galerie 4D Leipzig / Galerie Irrgang Leipzig, KINGKONKRET | MdBK Leipzig Yoko Ono peace is power / Whaterevent u.a.
2018 Galerie m50 Oberursel / Galerie Oscar Chemnitz, KINGKONKRET
2017 Contemporary Art Ruhr Essen / Haus der Kunst Enniger, KINGKONKRET | 2016 4. Internationaler Andre-Evard Kunstpreis, Kunsthalle Messmer | 2015 Room for Cage, John-Cage-Stiftung Halberstadt

ZUM WERK
Von den scheinbaren Gegensätzen des Materiellen und Immateriellen, die scheinbar unendlichen Möglichkeiten im Feld DAZWISCHEN aufzufinden und künstlerisch zu bearbeiten, bewegen sich exemplarisch diese drei Werkbeispiele. Das geschieht in Tangermanns Fall mit geometrisch / konkreten Mitteln die er spielerisch / intuitiv und resultat-offen verwendet. Sein Turn bewegt sich in der Aufhebung, dem Unkenntlichmachen der Gegensätze soweit das im Bild oder Objekt künstlerisch möglich ist. Sein Material ist u.a. das Spiel mit den physisch / geistigen oder materiell / immateriellen Täuschungen im konkreten Objekt / Bild. Im Denken schwer zu greifen und im Sehen mit offenem Ausgang.

Abb.: objekt.-konkretV | 100x40x120 cm

www.franktangermann.com

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Nadine
Adam

 



VITA
Nach abgeschlossenem Studium der Arabistik / Ethnologie und DaF in Leipzig studierte Nadine Adam von 2008 bis 2013 an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein im Fach Bild/Raum/Objekt/Glas. Seit 2014 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin und Sprachdozentin in Halle.

BISHERIGE ARBEITEN/AUSSTELLUNGEN
Nadine Adam arbeitet in den Bereichen Zeichnung/Collage/Installation/Text ohne in Material und Technik festgelegt zu sein. Aufwendige Hinterglasmalereien stehen neben verwobenen Spaziertexten, kleinteiligen Assemblagen oder flüchtigen Windzeichnungen. Formal übergeordnet fragen ihre Arbeiten nach dem Zusammenspiel des Einzelnen zum Ganzen und den Bewegungen in Ordnungen und Anordnungen.

ZUM WERK
Wir leben im Zeitalter der Plaste. Kostengünstige Produktion, vielfältige Einsetzbarkeit und mannigfache Materialeigenschaften ermöglichen ein nicht überschaubare Produktpalette und Einsetzbarkeit. Durch die jährlich anfallenden Millionen Tonnen Müll (Zu 50% aus den zu PE-, PP- und PA-Verpackungsplasten) steht die Werkstoffgruppe im Ganzen in Verruf, billig, qualitativ minderwertig und ökologisch unhaltbar zu sein. Die Arbeit „Emballage“ versteht die Verpackungsplasten unvoreingenommen als Materialien mit den spezifischen Eigenschaften der Transparenz, Deckkraft, Farbintensität, Leuchtkraft, Leichtigkeit, Dehnbarkeit, Falt- und Klebbarkeit, Vernähbarkeit und begibt sich in der Recherche auf Spurensuche zu den Anfängen und Höhepunkte ihrer Entwicklungsgeschichte.


Werk: „Emballage“, Collage aus Verpackungsplastiken, 48-teilig, beidseitig, geklebt und bestickt | 2000

Nadine Adam auf FB
kunststiftung-sachsen-anhalt.de/stipendiat/nadine-adam/

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Christiane Budig

Christiane Budig

VITA
Freiberufliche Künstlerin und Kunsttherapeutin, lebt und arbeitet in Halle, Atelier im Künstlerhaus 188 in Halle, aktuelle Personalausstellung im Schloss Neuenburg 16.07.-31.10.2022, Gewinnerin des Wettbewerbs und Realisierung 2022/2023 eines Sagenbrunnes in Eilenburg

BISHERIGE ARBEITEN/AUSSTELLUNGEN
Diplom der Bildenden Künste an der Kunsthochschule Giebichenstein Halle 2002, seit dem freiberuflich als Künstlerin tätig, Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland, Profession: plastisches Arbeiten mit dem Material Glas, Auftragsarbeiten, Kunst am Bau, Gestaltung des Radleuchters im Magdeburger Dom 2021, 2003, Preisträgerin des Jutta Cuny-Franz Award, 2007 Stipendiatin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, 2018 Preisträgerin des Halleschen Kunstpreises

ZUM WERK
In dem Objekt „Phantomschmerz“ verweist die Verbindung von Holz und Glas und dessen formale Ausprägung auf einen Gefühlszustand hin, der mit Verlust verbunden ist.
Die ebenfalls aus der Verbindung von Holz und Glas hervorgegangene Plastik „Symbiose I“ deutet hingegen eher auf einen Gefühlszustand hin, der von einer Bereicherung geprägt ist.
Beide Objekte können aber auch gegenteilige Assoziationen wecken. Die Bewegung vom angeschauten Objekt zu wechselnden Gefühlsreaktionen ist daher vorprogrammiert und erwünscht.

www.christiane-budig.de

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Stefan Klaube



Stefan Klaube

VITA

1968 geboren in Wernigerode studierte Klaube Hochschule für bildende Künste in Dresden Theatermalerei und arbeite u.a. am Opernhaus in Zürich und am Staatstheater am Gärtnerplatz in München. Er war von 1994 bis 2005 Künstlerischer Leiter der Theatermalerwerkstatt am Nordharzer Städtebundtheater und ist seit 2005 als freischaffender Maler, Bildhauer und Objektdesigner tätig.

BISHERIGE ARBEITEN/AUSSTELLUNGEN
Galerie Büsch, Berlin | Stiftung Starke – Löwenpalais, Berlin | Rektoratsvilla Hochschule Harz, Wernigerode | Barheine Stiftung, Halberstadt | Kunstverein, Wernigerode | Kunstkeller, Annaberg Buchholz
Kleine Galerie 22, Schöningen

ZUM WERK
Stephan Klaube hat für die IV. MKH Biennale Halberstadt eine Rauminstallation entwickelt und bestückt. Der Name „ÖL“ bezieht sich auf den Urstoff Erdöl unseres Plastikzeitalters. Unsere Gesellschaft verlangt nach diesem Stoff PVC, der hochwertig hergestellt nützlich sein kann, aber als Minderware eine unwiederbringliche Last für das LEBEN bedeutet.
Der Künstler hebt mit seinen Objekten die im Überfluss produzierte Ware in ein anderes Licht. Die Kunst hat in seinen Bildern/Objekten im Raum dem Problem einen tiefen Sinn gegeben. Der Tisch ist gedeckt und hinterfragt uns, nach unserem Handeln. Wer sind wir, oder besser gesagt, sind wir Schweine? Oder ist das Schwein ein Schwein unserer Gesellschaft? Brauchen wir all das Futter, versteckt in „Säcken“? Nein, wir brauchen die Kunst, um das LEBEN besser zu bestücken und das „ÖL“ braucht eine Möglichkeit sich in seiner Millionen Jahre Geschichte nachhaltiger! zu etablieren.


Werk: „Öl“ | Rauminstallation 5x6m | 2022

www.atelier-stephano.de

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Alexander Kluge

Alexander Kluge

VITA
1932 in Halberstadt geboren. Alexander Kluge studierte Rechtswissenschaften, Geschichte und Kirchenmusik in Marburg und Frankfurt/Main. Als Assistent von Fritz Lang kam Kluge 1958 zum Film und ist seitdem als Filmemacher, Schriftsteller, Drehbuchautor, Philosoph und bildender Künstler tätig. 2017 wurde er Ehrenbürger der Stadt Halberstadt und bereichert seit 2014 jede MKH-Biennale mit einem Beitrag.

Drei Kurzfilme widme ich meiner Vaterstadt Halberstadt aus Anlass der IV. MKH-Biennale: ein Film-Triptychon.

Die ‘Utopie der Panzerung‘ (02:12)
Er betrifft den Irrglauben, dass man im Krieg durch Materialeinsatz, oder überhaupt siegen kann. Der dichter Homer sagt: „Wer auch immer siegt, stürzt ab.“.

‘Der Wunsch ist der Vater aller Dinge / Kein Vater ist der Krieg‘ (02:23) – ein Satz, der dem griechischen Philosophen Heraklit zugeschrieben wird, lautet: „Der Krieg ist der Vater aller Dinge“, so habe ich es auf dem Dom-Gymnasium in Halberstadt gelernt, beruht aber auf einer falschen Übersetzung. Gemeint ist: Man darf die Gegensätze, die Auseinandersetzung zwischen Unvereinbarem nicht scheuen. Dynamik hält die Welt in Bewegung!

‘Eine Kanone namens Berta‘ (14:51) : Helge Schneider berichtet als ‘Experte‘. Diese Kanone – benannt nach der Besitzerin der Firma Krupp, auch DICKE BERTA genannt, war eine gewaltige MATERIE AUS EISEN, ein Klumpen Metall. 1918 wurde damit Paris beschossen, sie ‘überlebte‘ im Versteck die Abrüstung nach dem Versailler Vertrag, wurde im Russlandkrieg 1942 reaktiviert und zur Beschießung von Sewastopol auf der Krim eingesetzt. Danach Rückzug in 16 Wagons in den Harz, wo sie 1945 ankam. Übergabe an die Alliierten in der Nähe des Brocken. Von Nutzen war die Kanone nirgends.Drei Beiträge zum Thema: Das Material kritisiert die Menschen – Denkmaterial für den Umgang mit dem Monstrum Krieg. Wir sehen ihm heute zu in der Ukraine. Wir sollten das Tun mit dem Halberstädter Blick vom April 1945.

Drei Plakattexte „Das Material einer Gesellschaft ist so gut wie sie fähig ist, Frieden zu halten“ – „An einem bestimmten Punkt der Grausamkeit angekommen, ist es schon gleich, wer sie begangen hat: sie soll nur aufhören“. Frau Anna Wilde aus Halberstadt im April 1945.‘ – Zwei Filme zum Stichwort „Waffenlieferung“. Meiner Vaterstadt Halberstadt gewidmet, die sich immer an den 8. April 1945 erinnern wird. Bittere Erfahrung ist unser Anker.

www.kluge-alexander.de

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Daria Petrilli


Daria Petrilli

VITA
Geboren 1970 in Rom, wo sie arbeitet und lebt. Kunststudium am IED „Istituto Europeo di Design Roma“; Freiberufliche Illustratorin im Bereich der redaktionellen Darstellungen; veröffentlicht in Italien und auch auf dem internationalen Markt. Sie erstellt Collagen von Fotografien und Bildern in digitaler Malerei. Ihre Werke überschreiten die Grenzen zwischen Realität und Vorstellungskraft mit einer eleganten und erhabenen Sprache, die mit dem „file rouge“ der Mehrdeutigkeit spielt. Sie ist eine Künstlerin, die in den Zauber der italienischen Renaissance und in die Underground-Sprache des Pop-Surrealismus eingetaucht ist. Sie ist Preisträgerin vieler Auszeichnungen, unter anderem von dem der Accademia Pictor Award of Turin in den Jahren 2006 bis 2008 in Folge. Petrillis kreative Fähigkeit, harmonische Ensembles zu schaffen, hat es der Illustratorin ermöglicht, Modekollektionen und Kleiderproduktlinien für renommierte Unternehmen, wie Shiseido, zu entwerfen.

Werk: Ibis in Volvo“ (Ibis im Flug) | 2020
Material: Bildleinwand auf hinterleuchtetem Metallrahmen

Text zum Werk:
Daria Petrilli schafft Werke, Zeichnungen, Gemälde und Illustrationen, die aus kontinuierlichen Experimenten entstehen. Ihre Kunst ist das Ergebnis einer freien Vorstellungskraft, mit Frauen, die mit einer immensen Persönlichkeit auftreten. Daria Petrillis Illustrationen, manchmal stumm, leben zwischen Unbeweglichkeit, häuslicher Einsamkeit, Intimität, Surrealismus. Sie bleiben verzückt angesichts der Blicke des Weiblichen und der Weiblichkeit, reiner Tiere, die von dem römischen Künstler dargestellt werden; innere reale Bilder. Die Kunst von Daria Petrilli fordert die Materialität des Alltags heraus.

Ibis im Flug ist Evolution und lässt sich von Lady of the Ibis, dem bekanntesten Werk von Daria Petrilli, inspirieren. Die Komposition hat eine kreisförmige Bewegung mit dem Drehpunkt in der weiblichen Figur, die sich vor dem Hintergrund einer Landschaft aus dem 17. Jahrhundert bewegt. Die dekadente, romantische und subtil traumhafte Dimension ist von klassischen Stilmerkmalen inspiriert. Die Frau in anmutiger Pose erwacht zwischen den Ibissen, die sie umfliegen, in einem Tanz zum Leben. Zwei sind frei, während der dritte von einem Schlüsselband gehalten wird. Das Porträt bringt die weibliche Ambivalenz zwischen dem Streben nach Freiheit und Angst und Besitzgier zum Ausdruck. Die digitale Arbeit ist ein einzigartiges Stück mit bildlichen Eingriffen der Künstlerin, die 9 originale Leinwände geschaffen hat, signiert und nummeriert, die sich voneinander unterscheiden. Ibis in Flight ist eine digitale Leinwand mit manuellen bildlichen Eingriffen und Unterschrift der Künstlerin.


https://www.dariapetrilli.eu/

www.lumas.de/artist/daria_petrilli/

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Franziska Möbius


Franziska Möbius

VITA

Geboren in Eisenach (Thüringen); 1992 – 1998 Studium an HS für Kunst und Design „Burg Giebichenstein“ Halle , Diplom 1998; freiberufliche Künstlerin
Frau Möbius hat bereits an einigen Orten ihre Kunst wirken lassen, so entstanden Installationen im öffentlichen Raum wie z.B.
„FLIEGENDER TEPPICH“ in Wurzen 2010/11, „SHARED SPACE“, Petersstraße, Leipzig, temporär 2011 „WINDWELLE“, Hafenbecken Offenbach a.M., temporär 2017 | WINDSBRAUT, Spitalgarten, Brig (Schweiz), temporär 2021

Titel der Arbeit: Tipping Point (Kipp-Punkt), 2022
Material: Straßenmarkierungsmaterial, selbstklebende Fahrbahnmarkierungsfolie

Text zum Werk:
Im innerstädtischen Raum wird eine Musterung aus Straßenmarkierungsmaterial aufgebracht. Das Muster besteht aus gleich großen Streifen, die sich zur Mitte hin zu einer geordneten Struktur formieren und zum Rand hin auflösen.
„Tipping Point“ beschreibt ein universales Prinzip der Transformation. Das Werk kann in zwei Richtungen interpretiert werden, als Auflösung oder als Zusammenführung, als ein Trend Richtung Chaos oder in Richtung einer Ordnung. Um welchen Prozess es sich handelt bleibt den Betrachter*innen überlassen. Deren Werte und Überzeugungen entscheiden über die Interpretation. Das Werk selbst lässt beide Richtungen offen, die Momentaufnahme ist ein tipping point.
Der Raum wird als Lebens- und Kommunikationsraum aufgefasst, als tatsächlich erlebbare, kulturelle Einheit und nicht als ökonomische Verbindung zwischen zwei Punkten. Es ist der Raum, in dem die Regeln des menschlichen Miteinander, der Verständigung und der Höflichkeit gelten. Raum hat hier einen kulturellen Preis. Die Musterung ist daher eine Anlehnung an die Pflasterung der großen alten mediterranen Plätze z.B. in Siena oder Avignon – Plätze die geradezu symbolhaft für das menschliche Verweilen, Ausruhen, sich Treffen und für Rendezvous stehen.

Das Begehen und Befahren des Werkes ist ausdrücklich erwünscht.

Das Thema der Biennale >> Material Turn << wird hier ganz direkt aufgefasst: Das Material für das Werk wird seiner ursprünglichen Bestimmung enthoben, nämlich den Verkehr voneinander abzugrenzen und separate Räume für die unterschiedlichen Mobilitätsarten zu schaffen. Stattdessen wird mit dem sehr effektvollen Material der Stadtraum miteinander verbunden und neu verteilt.
Sinnbildlich kann es für einen die Gesellschaft beschreibenden geistigen Wandel gesehen werden, in dem auf Kooperation und nicht auf Konkurrenz gesetzt wird, zugleich aber beide Optionen letztlich offenbleiben.


www.franziska-moebius.de

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Lucas Schilling


Lucas Schilling

VITA

Lukas Schilling studierte Produktionsdesign und Designwissenschaften; Lebt in Halle an der Saale und ist als Künstler und Designer tätig. In seiner designtheoretischen und bildhauerischen Praxis richtet er die Aufmerksamkeit auf die Modalitäten der subtilen sinnlichen Erfahrung. Ziel seiner Arbeit ist es, nicht nur die Sinne zu schärfen, sondern auch das Bewusstsein für den Akt der Wahrnehmung selbst.

Titel der Arbeit: (Über) das Drachensteigenlassen – zum Wissen im Design
In seinem Vortrag spricht Lukas Schilling über die Praxis des Designs als eine Form der Wissensproduktion.

Text zum Werk:
EIN VORTRAG – Unter dem Titel „(Über) das Drachensteigenlassen – zum Wissen im Design“ untersucht Lukas Schilling die Praxis des Designs als eine Form der Wissensproduktion. Am Praxisbeispiel des Drachenbauens und Drachensteigenlassens zeigt er, dass Materialien wie Stift und Papier, geflochtene Leinen oder gewebtes Tuch nicht bloß Dinge sind die existieren und die uns als stumme Diener bei der Wissensproduktion assistieren, sondern in ihnen bereits in Form gebracht wurde, wie wir etwas über die Welt in Erfahrung bringen. Es sind die Materialien und Gegenstände, die praktischen Hilfsmittel unserer Wissensproduktion, durch welche wir die Welt begreifen und in deren Betrachtung sich die Art und Weise, „wie“ wie wissen, offenbart.


www.lukasschilling.de

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Masami Fukushima & Cristian Colatriano


„not linear space“ Part I & II & III
zeitgenössischer Tanz
von und mit Masami Fukushima & Cristian Colatriano
Videoinstallationen: Jens Hump Herrmann
Musik&Sounds: Dietmar Gubin

VITA
Masami Fukushima Geboren in Japan. Abschluss an der National Shanghai Ballet School in China. Eintritt in die Star dances ballet company Tokyo in Japan. Mein Repertoire: „Afternoon of a Farm“ von Jerome Robbins.
William Forsythes Approximate Sonta Nacho Duatos Na Floresta Geroge Balanchines Western Symphony Peter Wrights Nussknacker, Gisell wurde von
der japanischen Regierung als eines der internationalen Stipendiaten
ausgewählt und blieb im Königlichen Ballett von Flandern in Antwerpen in Belgien. Seit 2012 im Nordharzerstädtebundtheater |

Masami´s Choreografie Waragh erhielt 2017 den Publikumspreis in Solocoreografico in Turin in Italien. „Waragh erhielt 2018 die Einladung zum Festival 10 Sentidos im spanischen Valencia.
Masami is Resident Master of Contemporary Dance of the IV. MKH Biennale for Contemporary Art 2022

Cristian Colatriano Mit 7 Jahren erhielt Cristian Colatriano Unterricht am Centro studi danza von Daniela Lamacchia. Nach seinem Studium an der National Academy of Dance in Rom war er Mitglied der Academy Tour Group und tanzte während dieser Zeit in verschiedenen Inszenierungen, u. a. von John Neumeier, Roberto Scafati und Denis Ganio. Seit 2018 ist Cristian Colatriano festes Ensemble-Mitglied am Nordharzer Städtebundtheater. Cristian is Resident Master of Contemporary Dance of the IV. MKH Biennale for Contemporary Art 2022

Mit freundlicher Unterstützung von Tarek Assam


https://masami.dance/